Wieso sind Teacups so teuer?

Teacup-Hunde sind selten und schwer zu züchten, besonders in der EU ist es eine Herausforderung, geeignete Zuchttiere zu finden, die höchsten Standards entsprechen. Diese Exklusivität macht nicht nur die Anschaffung hochwertiger Zuchttiere teuer, sondern auch die gesamte Zucht selbst aufwendig und kostenintensiv. Für registrierte Hunde muss der Züchter normalerweise auch einen höheren Preis zahlen als den üblichen Haustierkaufpreis, was die Anfangsinvestition zusätzlich erhöht.

 

Die Decktaxen für registrierte Teacup-Rüden sind sehr teuer. Wir hatten bereits verbundene Deckkosten von 1.600 €, da wir stets Top-Zuchtrüden auswählen und dort keine Kosten sparen. Züchter investieren zusätzlich in Ovulationstests, Ultraschalluntersuchungen, genetische Gesundheitstests, Impfungen und vieles mehr, ohne Garantie, dass die Hündin tatsächlich trächtig wird. Dazu kommt, dass nicht jedes gekaufte Zuchttier letztendlich auch tatsächlich für die Zucht geeignet ist, was für Züchter ein finanzielles Risiko darstellt. 

Züchter kaufen teure Zuchthunde, die dann strenge DNA-Tests bestehen müssen und der Hund muss bestimmte körperliche Merkmale als Erwachsener aufweisen, um überhaupt als Zuchttier in Frage zu kommen. Manchmal sind diese Hunde später unfruchtbar oder bestehen die DNA-Tests nicht in den gewünschten Bereichen, sodass sie nur als Haustiere geeignet sind. In diesem Fall verlieren Züchter ihre Investitionen, da der Hund niemals den ursprünglichen Kaufpreis oder verbundene Kosten zurückbringen kann. Gerade bei Teacups, bei denen Züchter hohe Kosten für den Erwerb und die Zucht von Hunden tragen müssen, sind solche Verluste besonders schwerwiegend. Dazu kommt das Unfruchtbarkeit leider unter kleinen Hunden öfter aufkommt als bei großen Rassen. 



Ein weiterer Faktor ist die kleine Wurfgröße: Teacups bekommen meist nur 1–3 Welpen (oft auch nur 1-2). Während der Preis pro Hund hoch erscheint, sind die Gesamteinnahmen im Vergleich zu anderen Zuchtgrößen deutlich geringer. 

Wenn Teacups zu ungewöhnlich niedrigen Preisen angeboten werden, sollte man sehr vorsichtig sein. Oft handelt es sich entweder um einen Betrug, einen Toy, der fälschlicherweise als Teacup bezeichnet wird, oder einen Mix, dessen endgültige Größe ungewiss ist.

Hinter der Zucht von Teacups stecken enorme kosten. Es geht nicht darum, hohe Preise zu verlangen, sondern darum, die Qualität und Gesundheit der Hunde sicherzustellen. Seriöse Züchter investieren erheblich in ihre Tiere, und gerade bei Teacups ist es eine besondere finanzielle Herausforderung, eine verantwortungsvolle Zucht aufrechtzuerhalten.

Gibt es Teacups wirklich?

Ja, Teacups gibt es tatsächlich. Der Begriff „Teacup“ ist nicht offiziell als eigene Größe anerkannt, aber man spricht von einem „Teacup“, wenn ein Hund kleiner ist als der Toy-Standard. Ein Toy-Hund hat eine Schulterhöhe von 24 cm oder mehr, während Teacups also darunter liegen. Diese Hunde können dennoch registriert sein und werden dann als Toy eingetragen. Teacups sind also quasi sehr, sehr kleine Toys.

Obwohl Teacups kleiner sind als der Toy-Standard, gibt es dafür keine rechtlichen oder ethischen Probleme. Es ist nicht illegal, einen Hund kleiner oder größer als der Standard zu haben oder zu züchten. Ein Hund, der von registrierten Eltern abstammt, kann trotzdem Papiere haben, auch wenn er kleiner ist als der Standard. Es wird oft verbreitet, dass Teacups keine Papiere haben können, nur weil sie nicht dem Standard entsprechen – das ist jedoch nicht korrekt. Ein Hund kann Papiere haben, wenn die Eltern registriert sind, auch wenn der Welpe kleiner als der übliche Toy-Standard ist.

Es gibt viele Hunde, die Papiere haben, aber nicht exakt dem Standard entsprechen, aus anderen Gründen als z.B. der Größe. Ein registrierter Hund muss nicht zwangsläufig perfekt dem Standard entsprechen, sonst wären ja alle registrierten Hunde Champions. Teacups sind also Hunde, die unter der Toy-Größe liegen, aber offiziell als kleine Vertreter der Toy-Rasse angesehen werden.  

Ein Zwergpudel, der kleiner als Standard ist, kann somit als Teacup‘ angesehen werden. Aber seine Rasse ist immer noch ein Zwergpudel und das steht auch so auf korrekt auf den Papieren. Mit der richtigen Zucht sind Teacups deshalb auch genauso gesund wie jeder andere Toy-Hund – sie sind offiziell ja auch Toy-Hunde. 

Warum wiegt der Welpe X viel und soll ein Teacup sein, wenn ich nach einem Hund gefragt habe, der nur 300 g wiegt und älter als 8 Wochen ist?

Generell erreichen Teacups oft das meiste ihres Gewichts früher, wobei das Wachstum später langsamer verläuft, oder sie sind zunächst leichter und wachsen erst später mehr. Es ist jedoch sehr selten, dass ein Welpe mit 8 Wochen so wenig wiegt. Solche Fälle sind eher bei Pudeln zu sehen als bei Maltipoos. In vielen Fällen wird einem Welpen, der etwa 4 Wochen alt ist, fälschlicherweise als 8- oder sogar 12-Wochen alter Welpe verkauft. Aus Erfahrung macht es auch mehr Sinn, dass ein Teacup mit etwa 4 Wochen dieses Gewicht erreicht hat. Leider ist es für einen Laien oft schwer zu erkennen, ob es sich um einen 4- oder 8-Wochen alten Welpen handelt, da Welpen schon mit 4 Wochen normal herumlaufen können.

Außerdem passen Hunde selten perfekt in allgemeine Größentabellen. Erfahrene Züchter können besser einschätzen, wie groß der Welpe werden wird, basierend auf der Größe der Eltern und dem Vergleich mit Geschwistern oder anderen Würfen. Diese Vergleiche geben Hinweise darauf, ob der Welpe größer oder kleiner wird, als es die Tabelle schätzt. Auch gibt zwar viele Tabellen im Internet, aber nur der Vergleich mit tatsächlichen Würfen ermöglicht eine realistische Einschätzung der zu erwartenden Größe. 

Woher kommt die Größeneinschätzung für den erwachsenen Hund? Sollte der Hund nicht X viel wiegen, um als Erwachsener X groß zu werden?

Es ist nahezu unmöglich für jemanden, der nicht selbst Teacups züchtet, die Elterntiere nicht kennt und den Wurf nicht gesehen hat, die Größe des Hundes auf Distanz korrekt einzuschätzen. Wir arbeiten mit Wachstumstabellen von Zwergpudeln, um eine bessere Einschätzung zu gewinnen, und vergleichen das Gewicht der Welpen Woche für Woche damit. Diese Tabellen sind jedoch bei weitem nicht die einzige Methode, um die Größe zu bestimmen und wären ohne weitere Daten sehr unzuverlässig.

Welpen „springen“ von Woche zu Woche von Spalte zu Spalte, da kein Hund 1:1 in eine Tabelle passt. Wir schätzen das Gewicht ein, indem wir wissen, dass der Welpe später zwischen den Gewichten der Eltern liegen wird. Zudem vergleichen wir das Stockmaß mit dem Alter, um eine grobe Vorstellung davon zu bekommen, welche Höhe der Hund erreichen wird. Mit dieser Information können wir auch besser abschätzen, welches Gewicht passend wäre.

Zusätzlich kennen wir die Größe unserer Elterntiere als Welpen und vergleichen dies mit dem aktuellen Wurf. Auch berücksichtigen wir, wer unter den Geschwistern kleiner oder größer ist und dass Maltipoos in der Regel mehr wiegen als reinrassige Pudel. So können wir gut einschätzen, ob die Angaben der Tabelle realistisch sind oder der Hund möglicherweise etwas kleiner oder größer wird. In der Vergangenheit waren unsere Einschätzungen der erwachsenen Größe stets sehr nah an der tatsächlichen Größe. 

Ich habe einen Welpen gesehen, der X viel wiegt und 8 Wochen alt ist. Ist das ein Teacup?

Während wir generell gerne eine zweite Meinung anbieten, reicht in solchen Fällen die Information über Gewicht und Alter allein nicht aus, um eine genaue Aussage zu treffen. Es ist wichtig, auch das Gewicht und die Schulterhöhe der Eltern zu berücksichtigen. Häufig wird jedoch die Schulterhöhe falsch gemessen – ein Beispiel: Ein Hund soll als Erwachsener 16 cm groß sein und 3 kg wiegen (eine echte Anzeige). Ein 3 kg schwerer Hund ist definitiv kein Teacup und eine Schulterhöhe von 16 cm ist bei Teacups extrem selten und wäre unmöglich bei dem angegebenen Gewicht.

Es ist schwierig, wenn Leute selbst eine solche Einschätzung vornehmen, ohne zu wissen, wie diese Größen und Gewichte in der Realität aussehen. Ein Toy-Hund kann mit 8 Wochen 800 g wiegen, genauso wie ein Teacup. Allerdings wächst ein Toy-Hund zwischen 8 und 12 Wochen deutlich mehr, während ein Teacup langsamer und weniger wächst. Mit 8 Wochen oder früher, sind viele Toys noch sehr klein, da ihr Wachstumsschub erst zwischen 8 -12 Wochen eintritt. 

Ich würde immer auf das Gewicht der Eltern achten, um eine grobe Vorstellung zu bekommen. Prinzipiell wiegt ein Hund, der tatsächlich unter 24 cm groß ist, im Durchschnitt nicht mehr als 2,5 kg. Der Welpe kann jedoch immer die Größe des größeren Elterntiers erreichen. Wiederum, da wir auf Teacups spezialisiert sind, wissen wir, wie man die Größe eines Welpen gut einschätzt. Es gibt jedoch Unterschiede von Welpe zu Welpe.

Wenn man liest „2 kg Vater, 6 kg Mutter – Welpen werden 4 kg“, ist das unrealistisch. Die Natur folgt in der Genetik keinen einfachen mathematischen Berechnungen. Der Welpe kann zwischen 2 und 6 kg wiegen. Bei so einem Größenunterschied zwischen den Eltern würde ich sagen, dass das realistischere Gewicht eher zwischen 4 und 6 kg liegt. Aber auch hier ist es wichtig, die Welpen untereinander zu vergleichen und die oben besprochene Methode anzuwenden. Auch wird der kleinste Welpe im Wurf wahrscheinlich nicht 2 kg als Erwachsener wiegen.

Zusätzlich haben Teacups in der Regel sehr kleine Würfe. Wenn es mehr als drei Welpen im Wurf gibt, ist es eher unwahrscheinlich, dass diese wirklich Teacups sind. 

Ich will den kleinsten Hund möglich haben, habt ihr sowas?

Wir haben den kleinsten ethisch möglichen Zuchtstandard gesetzt. Unsere Zuchthündinnen wiegen etwa 2 kg bei einer Schulterhöhe von 20 cm, und unsere Rüden wiegen unter 1,5 kg und sind ebenfalls unter 20 cm hoch. Es ist sehr schwierig, Hunde zu finden, die diesen Standard erfüllen, da die Welpen immer im Bereich zwischen den Eltern liegen. 

Asiatische Teacups sind oft bis zu 24 cm hoch und können 2,4 kg oder sogar 3 kg wiegen – was sie eigentlich keine „echten“ Teacups mehr macht. Es gibt jedoch auch sehr kleine Teacups, die knapp über 1 kg wiegen. Züchter, die solche Hunde importieren, müssen oft mehrere Tiere kaufen, um einen Hund zu finden, der unter 1,5 kg wiegt. Manche Züchter haben ganz selten solche Hunde in einem Wurf, aber das ist eher die Ausnahme. 

Bei uns bleiben auch die „größeren“ Welpen Teacups und zeichnen sich durch eine geringe Schulterhöhe aus. Manche Welpen bleiben kleiner als andere, je nachdem, ob sie mehr nach der Mutter oder dem Vater kommen. Dennoch sind auch unsere Mütter klein, und der Unterschied zwischen Mutter und Vater ist gering. Es ist wichtig zu betonen, dass selbst die allerkleinsten Micros niemals in eine Teetasse passen, wenn sie ausgewachsen sind, dass ist ein weit verbreiteter Mythos. Wir verstehen, dass die Größe für viele wichtig ist, und haben deshalb den niedrigsten Standard gesetzt, sodass alle unsere Welpen Teacups sind. 

Unser Fokus liegt jedoch nicht nur auf der genauen Grammzahl der Hunde, sondern auch auf der Sozialisierung und der Suche nach Familien, die nicht nur einen kleinen Hund möchten, sondern auch großen Wert auf das Verhalten des Hundes legen. Auch wenn die Größe besonders wichtig ist, bitten wir darum, unsere Elterntiere zu besichtigen. Unsere Welpen werden nicht deutlich größer als diese. Da die Mutter immer der größere Hund in der Verpaarung ist, können wir so die maximale Größe unserer Hunde am besten einschätzen. Leider ist es sehr schwierig, dies nur durch Fotos und Videos genau zu vermitteln.